Assindia verteidigt den Unitas-Westpokal

Auch in diesem Jahr trafen sich die Fußballabteilungen der Westvereine am Aachener Tivoli. Zwei Stunden sahen die Zuschauer umkämpfte Spiele und technische Leckerbissen. Doch am Ende war es eine klare Sache!

Die Jungs aus Trier haben es in diesem Jahr leider nicht geschafft. Dafür hat der diesjährige Ausrichter und Titelverteidiger, die Unitas Assindia, kurzerhand zwei Teams auf den Platz gestellt. Des Weiteren kamen topmotivierte Lokalmatadore der Unitas Reichenstein und nach eigenen Aussagen stark ersatzgeschwächte Herausforderer der Unitas-Salia aus Bonn. Die Schwächung könnte an der Vorbereitung auf dieses Event gelegen haben. Denn wie dem Autor zu Ohren kam, wurde die taktische Ausrichtung der Salia am Abend zuvor ausgiebig im heimischen Keller diskutiert.

Trotzdem haben sich die Sportskammeraden einiges vorgenommen. Schon im Spiel gegen die Reichenstein zeigten die Bonner, dass sie nicht zum ersten Mal gegen den Ball treten. Im Duell zweier gleichwertiger Mannschaften konnte die Reichenstein dennoch nach Hin- und Rückspiel zweimal triumphieren. Der Höhepunkt des Turniers war sicherlich das Duell der „Blauen“. Noch dazu gingen die Mannschaften, die sich in- und auswendig aus dem Training kennen, punktgleich in die erste Auseinandersetzung. Man durfte gespannt sein, ob es ein offener Schlagabtausch werden würde oder doch ein Spiel geprägt von taktischen Geplänkel beider Teams. Schnell wurde klar, dass die bundesbrüderliche Gemeinschaft an der Garderobe abgegeben wurde und stattdessen die correctio fraterna mit in jeden Zweikampf genommen wird. Es entwickelte sich ein rasantes und technisch hochwertiges Fußballspiel, in dem die zweite Mannschaft schnell eine klare Führung herausspielte. Schockiert von der Cleverness und der taktischen Stärke des Gegners musste sich Assindia 1 deutlich geschlagen geben und kam auch im Rückspiel nicht über eine Punkteteilung hinaus.

# Mannschaft Punkte
1. Unitas Assindia II 16
2. Unitas Assindia I 10
3. Unitas Reichenstein 6
4. Unitas-Salia 3

Im Anschluss an das Turnier wurden die Ergebnisse bei Pizza und Bier diskutiert. Die lokale Presse berichtete, dass die letzten Spieler gemeinsam mit einer Entourage gegen 6 Uhr morgens den Keller des Unitas-Hauses verließen. In welchem Bett der Pokal übernachtet hat konnte bis Redaktionsschluss nicht ermittelt werden.

Das stets faire sportliche Spektakel schreit nach einer Wiederholung im nächsten Jahr!