Das Wandern ist des Assinden Lust

Die diesjährige Aktivenfahrt hat sich die Bezeichnung „Fahrt“ im eigentlichen Sinne gar nicht verdient. Denn anders als in den vergangenen Semestern bedurfte es dieses Semester strammer Waden, wetterfeste Kleidung und eines ordentlichen Paares Wanderstiefel. Als Assinden-Marsch deklariert ging es dabei – nach Anreise via Bus – in die Eifel auf Wanderung. Der Startpunkt war Rurberg am Rursee. Nach der kräftezehrenden Anreise und dem ersten steilen Anstiegen, diente eine entlegene Lichtung als willkommener Ort für eine erste Rast.

Mittels karger Kost wurden während dieser Brotzeit jedoch die aufgebrauchten Energiereserven wieder aufgefüllt, sodass die Reise im Anschluss wieder fortgesetzt werden konnte. Neben den geographischen Besonderheiten der Eifel befassten sich die unitarischen Naturfreunde auch mit der Flora und Fauna sowie der Aquakultur im Besonderen.

Die geschulten Augen des Seniors entdeckten geschwind einen reißenden Bach (!), dessen Zähmung zum Schutze der Bevölkerung zur höchsten Priorität erklärt wurde. Tatkräftig standen die Wanderfreunde ihren Mann und errichteten einen äußerst soliden und gleichermaßen ästhetischen (im Rahmen der Möglichkeiten) Staudamm.

Die Landschaft am RurseeNachdem der Bau errichtet worden war, wurde die nächste Etappe der circa 27 km langen Strecke abmarschiert, stets auf der Suche nach der nächsten guten Tat. Zur Belohnung für unsere sozial-proaktive Leistung gewährte uns unser Senior – gänzlich ohne Eigennutz – den Besuch einer Kaffeestube, um so die Moral hoch zu halten. Nach der erneuten Pause konnte auch das letzte Teilstück absolviert werden.

Frisch gestärkt wurde der Takt noch etwas erhöht und fehlende Motivation durch den stetig stärker werdenden Niederschlag ausgeglichen. So erreichten wir am Abend unsere Unterkunft und versorgten uns mit einer leichten Variation von Spaghetti Carbonara. Den Abend ließen wir bei diversen, höchst dynamischen Karten- und Gesellschaftsspielen ausklingen, sodass nicht nur die Muskeln sondern auch der Geist im hohen Maße beansprucht wurde. Der folgende Tag wurde mit einem deftigen Frühstück und der erquickenden Wirkung von Instantkaffee begonnen.

Die weiterführende Wanderung zum Bahnhof der Rurtalbahn wurde bei bestem Wetter durch die Auffrischung der im Erdkundeunterricht erlernten geopolitischen Fakten begleitet. Mit der Zugfahrt Richtung Aachen verließen wir die Eifel und konnten uns schließlich in der Heimat wieder unserer Wanderstiefel entledigen.